1. Herbstwanderung vom 10.9.2005: Welden


 

 

Führung:  Fritz Frank und Günther Groß
Teilnehmer:  An der Wanderung nahmen 22 Personen teil.
Wetter:  stark bewölkt mit heftigen Regenfällen
Exkursionsgebiet:  D-BY-Reg.-Bez. Schwaben, LK Augsburg, Welden, südl. gelegener Forst;
Treffpunkt war der ehem. Streitheimer Bahnhof  Höhe über NN: ca. 500 m
Messtischblatt: 7530/3.1.1.3
Standort:  Der Streitheimer Forst ist ein Nutzwald mit vorwiegendem Fichtenbestand und kleineren Buchenparzellen sowie anderen Laubbäumen in den Senken.

 

Bericht:


Bei trübem, stark bewölkten Himmel trafen sich die Gäste mit unseren Mitgliedern. Zu Gast war auch ein Team vom Bayern 3 Radio. Wir wollten traditionsgemäß wieder 2 Stellen anlaufen, die unterschiedliche Funde erwarten ließen. An der Übersichtskarte am Waldrand staunten wir nicht schlecht: Eine frisch geschlüpfte Hundsrute (Mutinus caninus) war unser erster Fund.

Vom -Streitheimer Bahnhof- gingen wir in südlicher Richtung in einen jungen Wald mit Buchenbeständen. Ein früherer Bewirtschaftungsweg, der mit Ästen ausgelegt war, ist stark bemoost und durch die Sukzession schon sehr weich und tief. Gerade in dieser Umgebung konnten wir eine Reihe von Streuzersetzern und holzbewohnende Pilze antreffen. Im Laub fanden wir dann auch die ersten Pfifferlinge. Besonders große Exemplare von Rotbraunen Stoppelpilzen (Hydnum rufescens) sind hier keine Seltenheit. Im Mischwald standen viele Brandige Ritterlinge (Tricholoma ustale). Eine besondere Augenweide waren dann die Totentrompeten (Craterellus cornucopioides), die im dunklen Laub gar nicht so leicht zu sehen sind. Der Regen, der im niederen Wald gar nicht so wahrgenommen wurde, entwickelte sich auf dem Rückweg zu einem kräftigen Landregen, der alles grau in grau erschienen lies. Bei den Autos angekommen, alle gut durchnässt, hielt sich der Wunsch nach einem 2. Teilstück in Grenzen.

So freuten wir uns auf ein gemütliches Mittagessen im Gasthaus Hirsch in Welden. Die Fundbesprechung konnten wir anschließend bei trockenem Wetter im Garten durchführen. Mit vielen interessanten Eindrücken verabschiedeten wir unsere Gäste und die wissbegierigen Damen vom Rundfunk.

Günther Groß

Bilder:

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Bild 1: Gleich zu Beginn der Wanderung entdeckten wir eine Hundsrute (Mutinus caninus). Bild 2: Auf dem Fundtisch lagen zum Schluss auch ein paar Pfifferlinge (Cantharellus cibarius).
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Bild 3: Maria Schieferdecker notiert die bestimmten Funde in einer Liste für die Pilzkartierung Bild 4: Die Damen vom Bayerischen Rundfunk konnten viele Informationen mit nach Hause enehmen.

 

 Fundliste

 
Gattung Art Deutscher Name
1
Agaricus bisporus Zucht-Champignon
2
Amanita citrina Gelber Knollenblätterpilz
3
Amanita excelsa Grauer Wulstling
4
Amanita muscaria Fliegenpilz
5
Amanita rubescens Perlpilz
6
Amanita vaginata Grauer Scheidenstreifling
7
Armillaria mellea agg. Hallimasch
8
Armillaria ostoyae Dunkler Hallimasch
9
Boletus edulis Steinpilz
10
Calocera viscosa Klebriger Hörnling
11
Cantharellus cibarius Pfifferling
12
Cantharellus cinereus Grauer Leistling
13
Cantharellus tubaeformis Durchbohrter Leistling
14
Clitocybe clavipes Keulenfuß-Trichterling
15
Clitocybe phyllophila Bleiweißer Trichterling
16
Collybia butyracea var. asema Horngrauer Rübling
17
Collybia confluens Knopfstieliger Rübling
18
Collybia dryophila Waldfreund-Rübling
19
Collybia peronata Brennender Rübling
20
Coprinus disseminatus Gesäter Tintling
21
Cortinarius bolaris Rotschuppiger Rauhkopf
22
Craterellus cornucopioides Totentrompete
23
Cystoderma amiantinus Amiant-Körnchenschirmling
24
Geastrum fimbriatum Gewimperter Erdstern
25
Gloeophyllum odoratum Fenchelporling
26
Hebeloma sinapizans Rettich-Fälbling
27
Heterobasidion annosum Wurzelschwamm
28
Hydnum rufescens Rotbrauner Stoppelpilz
29
Hygrophorus discoxanthus Verfärbender Schneckling
30
Hygrophorus olivaceoalbus Natternstieliger Schneckling
31
Hypholoma fasciculare Grünblättriger Schwefelkopf
32
Inocybe geophylla Erdblättriger Risspilz
33
Kuehneromyces mutabilis Stockschwämmchen
34
Laccaria amethystea Violetter Lacktrichterling
35
Laccaria laccata Roter Lacktrichterling
36
Lactarius blennius Buchen-Milchling
37
Lactarius deterrimus Fichten-Reizker
38
Lactarius lignyotus Mohrenkopf-Milchling
39
Lactarius mitissimus Milder Milchling
40
Lactarius quietus Eichen-Milchling
41
Lactarius rufus Rotbrauner Milchling
42
Lactarius theiogalus Flatter-Reizker
43
Leotia lubrica Gemeines Gallertkäppchen
44
Lepiota clypeolaria Wolliggestiefelter Schirmpilz
45
Lepiota cristata Stink-Schirmling
46
Lepiota ventriosospora Gelbwolliger Schirmling
47
Lepista flaccida Fuchsiger Trichterling
48
Limacella glioderma Rotbrauner Schleimschirmling
49
Lycoperdon perlatum Flaschen-Stäubling
50
Macrolepiota rachodes Safran-Schirmling
51
Megacollybia platyphylla Breitblättriger Rübling
52
Micromphale perforans Nadel-Schwindling
53
Mutinus caninus Hundsrute
54
Mycena epipterygia Dehnbarer Helmling
55
Mycena galericulata Rosablättriger Helmling
56
Mycena pura Rettich-Helmling
57
Oligoporus caesius Blauender Saftporling
58
Oligoporus ptychogaster Weißer Polsterpilz
59
Paxillus involutus Kahler Krempling
60
Pholiota astragalina Safranroter Schüppling
61
Pholiota flammans Feuer-Schüppling
62
Pholiota lucifera Fettiger Schüppling
63
Ramaria abietina Grünfleckende Koralle
64
Russula badia Zedernholz-Täubling
65
Russula cyanoxantha Frauen-Ttäubling
66
Russula densifolia Dichtblättriger Schwärz-Täubling
67
Russula mairei Buchenspei-Täubling
68
Russula ochroleuca Ocker-Täubling
69
Russula queletii Stachelbeer-Täubling
70
Russula xerampelina Herings-Täubling
71
Stropharia aeruginosa Grünspan-Träuschling
72
Suillus grevillei Goldgelber Lärchen-Röhrling
73
Trametes hirsuta Striegelige Tramete
74
Trametes versicolor Schmetterlings-Tramete
75
Tricholoma ustale Brandiger Ritterling
76
Tricholomopsis rutilans Purpurfilziger Holzriterling
77
Xerocomus badius Maronen-Röhrling
78
Xerocomus subtomentosus Ziegenlippe
79
Xerula radicata Grubiger Wurzelrübling
80
Xylaria hypoxylon Geweihförmige Holzkeule
81
Xylaria longipes Langstielige Ahorn-Holzkeule


 

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