Mini-Pilzausstellung im Naturparkhaus Oberschönenfeld


 
Seit dem 10. Oktober präsentiert der Naturparkverein in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Augsburg im Naturparkhaus des Klosters Oberschönenfeld eine Sonderausstellung über Baumpilze. Zu sehen sind zahlreiche Funde des österreichischen Porlingsspezialisten Heinz Forstinger.Obwohl wir dieses Jahr keine Pilzausstellung geplant hatten, ließen wir es uns nicht nehmen, an einem Sonntag die dortige Ausstellung durch einen kleinen Aufbau an Frischpilzen zu ergänzen. Altbewährt wurden die Exponate gefällig im grünen Moos drapiert und anschließend mit farbigen Schildchen gekennzeichnet: rote Kärtchen zeigten giftige Arten an, gelbe Nichtspeisepilze und grüne Speisepilze. Schautafeln zum Thema Pilze rundeten unsere Präsentation ab.
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Bild 1: Bild 2: Pilze zum anfassen

Das Hauptprogramm im Naturfreundehaus bildeten jedoch die ausgestellten Porlinge. Aufwändig waren die Baumpilze an gehobelten Brettern montiert worden. Unter den Ausstellungsstücken befanden sich sowohl häufige Arten, wie beispielsweise der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) und der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius), aber auch seltenere Arten, wie z.B. der Schiefe Schillerporling (Inonotus obliquus) und der Kreuzdorn-/ Faulbaumfeuerschwamm (Phellinus rhamni) bereicherten die Sammlung.
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Bild 3: Der Lärchenfeuerschwamm
Bild 4: Verschiedene Holzfresser
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Bild 5: Frischpilze aus der Gegend
Bild 6: Kleiner Beitrag unseres Vereines

 



Mit einem stattlichen Lärchen-/ Apothekerschwamm (Fomitopsis officinalis) stellt Forstinger eine weitere Rarität aus. Nicht minder beeindruckend wirkte ein riesiges Prachtexemplar des weit verbreiteten und häufigen Flachen Lackporlings (Ganoderma applanatum) auf den Betrachter – zum Vergleich bietet sich der ebenso zur Schau gestellte Wulstige Lackporling (G. adspersum) an.
Pilzkunde zum Anfassen war dagegen am Wühltisch angesagt: Dort luden zahlreiche Fruchtkörper die Besucher dazu ein, die Pilze zu betasten. Angefangen von glänzend-lackierten über samtigen bis hin zu striegelig-behaarten Oberflächen war alles geboten. Unter den Feuerschwämmen hat auch der im Bayrischen Wald vergleichweise häufige Dunkelgezonte Feuerschwamm (Phellinus nigrolimitatus) seinen Weg in die Ausstellung gefunden.

Abgerundet wird das bunte Porlings-Ensemble durch Stammquerschnitte mit sichtbaren Grenzlinien der holzbewohnenden Pilzarten sowie die Darstellung der verschiedenen Fäuletypen im Holz, inklusive der Lochfäule am Beispiel des Dünnen Feuerschwamms (Phellinus viticola).
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Bild 7: Verschiedene Fäulnisereger
Bild 8: Riesige Exemplare waren zu sehen

Ich kann nur jedem empfehlen, die Ausstellung zu besuchen – es lohnt sich! Sie geht noch bis zum 6. Januar 2008. Das Naturparkhaus hat von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet.

Andreas Kunze

 

 

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