Siebentischwald


 
Führung: Fritz Frank
Teilnehmer: An der Wanderung nahmen 24 Personen teil.
Wetter: sonnig bis bedeckt, Temperaturen um - 6° C, schneebedeckte Landschaft
Exkursionsgebiet:  Messtischblatt: 7631/3
Standort:  Siebentischwald ( Mischwald mit vielen Laubbäumen)

Bericht:

Am Parkplatz der Sportanlage-Süd betrachteten wir zuerst die in einigen Reihen gepflanzten Spitz-Ahorne. Wir konnten sie leicht an einigen noch hängenden Früchten ( Fruchtflügel), den Stielchen des Fruchtstandes (Doldenrispe!) und der gekreuzt- gegenständigen Verzweigung identifizieren. Die Knospen sind außerdem rotbraun.
Wir machten einen kurzen Abstecher Richtung Dürrenast-Heide. Hier standen 3 bis 4 nicht allzu große Eschen (Gewöhnliche Eschen- Fraxinus excelsior ), leicht kenntlich durch die auffallend schwarzen Knospen. Die Kurztriebe wirken durch die etwas vorspringenden Blattkissen , auf denen die Narben und darüber die Knospen sitzen, und die dicht aufeinander folgen, höckerartig! Gleichsam zur Bestätigung fanden wir noch eine Esche mit büschelartigen, hängenden Flügelnüssen.
Auch die Pilzfreunde kamen nicht zu kurz. An einem Stämmchen des Schwarzen Holunder hingen noch die braunen Fruchtkörper des Judasohrs. Das Mark des Schwarzen Holunders ist übrigens weiß.
An einer Weide (wahrscheinlich Silber-Weide) bei der Dürrenast-Heide konnten wir die Besonderheit der Weiden studieren. Die Weiden sind eine der wenigen Bäume oder Sträucher, deren Knospen nur eine einzige Schuppe aufweisen. Außerdem  haben sie schlanke Zweige, die Knospen sind klein und liegen den Zweigen an.

An den Linden der Allee zum Siebentischwald prägten wir uns den Habitus und die charakteristische Verzweigung der Linden ein. Die Seitenzweige sind wechselständig und zweiteilig, die Knospen oval und rotbraun. An Sträuchern etwas abseits der Allee fanden wir den Blutroten Hartriegel, den Wolligen Schneeball ( nackte Knospen ohne Schuppen) und die auffallend rot glänzenden Früchte des Gewöhnlichen Schneeballs. Die alten, hochgewachsenen Berg-Ahorne am westlichen Rand des Waldes zeigten eine regelmäßig abblätternde Borke, die entfernt an eine Platane erinnert (Acer pseudoplatanus!). Außerdem besitzen sie grünliche Knospen. Die Rot-Buche kann man außer an ihrem glatten,graunen Stamm an den auffälligen lang spindeligen Knospen erkennen. Einige Bäume trugen noch die natürlich leeren Fruchtkapseln. Zum Abschluss betrachteten wir noch die Wasservogelwelt am Stempflesee: Höckerschwäne, Graugänse, Stockenten (Männchen bereits im Prachtkleid), 2 Streifengänse (nicht reinrassig!), Blässhühner und einige Reiherenten (Tauchenten, Männchen in der Überzahl).

Friedrich Frank



Bilder:

Bild 1: Gut eingepackt macht es auch bei Minusgraden Spaß Bild 2: Zauber der klirrenden Kälte
Bild 3: Den Judasohren gefällt die Kälte Bild 4: Zweige, Knospen und Wuchsform gehören zu den Bestimmungsmerkmalen
Bild 5: An jedem Busch gibt es was neues zu entdecken Bild 6: Den Zinoberroten Pustelpilz kann man auch zu dieser Jahreszeit finden
Bild 7: Der Schnee zeichnet besonders schöne Bilder Bild 8: Auch aus der Entfernung lassen sich die Bäume unterscheiden
Bild 9: Eine große Gruppe an Interessierten war an diesem herrlichen Wintertag unterwegs Bild 10: Am Stempflesee gab es natürlich auch eine große Schar von Enten und Gänsen zu beobachten



 

 

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