Giftpilze - Pilzgifte


 
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3. Pilz-Allergie - Pilz-Intoleranz (Idiosynkrasie)

Pilze gehören zu den schwer verdaulichen Lebensmitteln, deren Genuß in zu großen Mengen oder noch kurz vor dem Schlafengehen zu ernsthaften Verdauungsstörungen mit deren unangenehmen Symptomen führt. 

Als Bestandteile der Pilze sind vor allem zu nennen:

  • Wasser - Eiweiß - Kohlehydrate - Rohfaser
  • Mineralstoffe (besonders Natrium - Calcium - Phosphor)
  • Vitamine  und  Aminosäuren.

Es gibt nicht wenige Menschen, die eine angeborene oder auch im Lauf ihres Lebens durch verschiedenste Einflüsse erworbene Pilz-Intoleranz, eine sogenannte Idiosynkrasie, haben.

Diese Allergie, meist gegen das Pilzeiweiß, ist die Folge einer Stoffwechselanomalie, bei welcher der Organismus sich gegen körperfremd empfundene Stoffe zur Wehr setzt und den aufgenommenen Pilz als Antigen bekämpft. Die Symptome können dabei äußerst verschieden auftreten, meist aber in Form brennender Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Asthma, Hautausschlag, in schlimmen Fällen und bei Kindern sogar Kollaps oder gar akuter Hirntod.

Es ist überflüssig zu folgern, daß Menschen mit dieser Überempfindlichkeit und atypischen Reaktion auf den Konsum von Pilzen insgesamt verzichten müssen.

Eine besondere Rolle spielen nach neuesten, allerdings noch unvollständigen Erkenntnissen,die oft als Speisepilze gesammelten Arten der Pilzgattung Raslinge (Lyophyllum). Dem Weißen Rasling (Lyophyllum connatum), der häufig in großen Trupps und Büscheln entlang von Waldwegen zu finden ist, wird nämlich eine genschädigende, mutagene Wirkung zugeschrieben. Dieser Verdacht sollte ausreichen, ihn von der Liste der Speisepilze fernzuhalten, zumal er ohnehin leicht mit äußerst giftigen weißen Trichterlingen verwechselt werden kann.

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