Pflegemaßnahmen


 

Zum Schutz und Erhalt der Heiden sind vielfältige Maßnahmen nötig. In erster Linie geht es, Nährstoffeinträge zu vermeiden um den Magerrasenstatus langfristig zu sichern. Dieses Ziel wird durch eine kontrollierte Schafbeweidung und eine schonende selektive Mahd zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in ausgewählten Gebieten gewährleistet. Die wechselnden nicht gemähten Flächen ermöglichen die Eiablage der verschiedensten Insekten und Schmetterlingen. Der Bestand wird dadurch nachhaltig gesichert.

 
Der Schäfer auf der Hasenheide   Die Pflegemahd auf der Zentralheide
     

Als lebendige Landschaftspfleger sind seit Mitte 2007 Wildpferde und Rothirsche im Einsatz. Die lichten Kiefernwälder, eine Pflanzengesellschaft aus der Zeit, als der Lech noch nicht reguliert war, sind als wichtiges Genreservat notwendig. Die Verbuschung verhindert aber eine Waldverjüngung der Kiefer, die als Lichtkeimer diese offenen Strukturen benötigen.

 
Die Wildpferde als Landschaftspfleger   Die 3 Junghengste fühlen sich sichtlich wohl
     

Das unachtsame Betreten der Schutzflächen zerstört nachhaltig die empfindlichen Biotope. Eine entsprechende Besucherlenkung ist daher von großer Bedeutung. Gerade durch die Nähe zu Königsbrunn besteht ein großer Erholungsdruck für die Heiden. In Gemeinschaftsarbeit mit Königsbrunner Bürgern ist eine Wegeführung mit Pflöcken entstanden, die jedem Naturfreund zeigt, wie die Heide erlebbar ist.

 

 
So, wo sollen denn die Pflöcke hin?   Ohne Vorstechen geht bei diesem Boden nichts
     
 
Jeder Schlag ein Treffer?   4 Mann und ein Pflock, da kann nichts schiefgehen
     
 
2 Frauen und 2 Männer, so gehts auch   Ein paar Schläge noch, dann reichts
     

Eine weitere wichtige Schutzmaßnahme ist die Öffentlichkeitsarbeit. Durch Aktionstage und Führungen ist mit gezielter Information ein gewisser Multiplikationsfaktor gegeben.

 
Auch der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Herr Dr. Paul Wengert erkundigt sich vor Ort über die Schutzmaßnahmen   Auf der Zentralheide sind andere Maßnahmen zum Erhalt notwendig
 

Die Problematik mit unvernünftigen und uneinsichtigen Besuchern, die sich nicht an das Wegegebot halten, erschweren die Arbeit. Hundebesitzer, die ihre Hunde frei laufen lassen, gefährden die Heiden genauso wie rücksichtslose Fotografen, die in den Flächen herumtrampeln.

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